Quelle: Münchner Merkur

Der TSV Geltendorf war zu nervös vor großer Kulisse

Es hat nicht sollen sein für den TSV Geltendorf. Trotz der guten Ausgangsposition durch das 1:1 beim VfL Egenburg bleibt der TSV in der A-Klasse.

Geltendorf – Zu Hause unterlag er dem VfL Egenburg mit 0:3 (0:0). Die Tore für die Gäste, die zum zweiten Mal in drei Jahren, den Ligaerhalt per Relegation schafften, erzielten Roland Hainzinger, Dennis Castro Santalla und Philipp Kube.

Noch in der ersten Halbzeit waren sich beide Teams mit sehr viel Respekt begegnet – und auch mit der Angst, einen möglicherweise vorentscheidenden Treffer zu kassierern. Große Aufreger wurden deshalb den Zuschauern bis zum Seitenwechsel nicht geboten. Geltendorfs Spielertrainer Sebastian Kolbeck verneinte es trotzdem, dass seine Mannschaft mutlos aufgetreten sei. „Wir haben so viele junge Spieler, die vor so einer großen Kulisse halt noch nervös werden.“

Dennoch hätte es mit Florian Lachmayr ausgerechnet einer der Jüngsten in den Reihen der Geltendorfer um die 50. Minute herum richten können. Zweimal tanzte der 18-Jährige, der bisher meist in der zweiten Mannschaft in der B-Klasse zum Einsatz gekommen war, die Egenburger Abwehr nach allen Regeln der Kunst aus. Zweimal verhinderte aber VfL-Keeper Alessandro Szczepurek die Führung des TSV mit prächtiger Reaktion.

 

Umso bitterer aus Sicht der Gastgeber, dass in diese gute Phase nach der ersten richtig guten Kombination der Gäste der Gegentreffer platzte. Obwohl es nur eines einzigen Tores zumindest für die Verlängerung bedurft hätte, zeigten sich die Geltendorfer doch zu sehr beeindruckt. Zwar folgte noch der eine oder andere gute Ansatz und Abschluss. Doch insgesamt kam vom TSV zu wenig. „Mit dem 0:2 war es dann gelaufen, so Spielertrainer Kolbeck. Dann sei die Niederlage wie eine Woche zuvor beim 0:4 gegen Landsberied zu hoch ausgefallen. Die Rote Karte für Michael Seemüller vor dem 0:3 sei zu hart gewesen. Da hätte doch auch der Egenburger gezurrt und gezerrt, so Kolbeck.

Wegen dem letztendlich klaren Ausgang hielt sich bei Kolbeck, der in Geltendorf bleiben wird, die Enttäuschung allerdings in Grenzen. „Wir haben eine tolle Saison gespielt. Nach dem Umbruch und mit dem jungen Team hat uns niemand Platz zwei zugetraut.“

Sein Egenburger Kollege Stefan Naßl bot derweil das Kontrastprogramm: „Wir sind einfach nur froh, dass wir es geschafft haben.“ Noch in der Winterpause habe dem VfL keiner mehr den Ligaerhalt zugetraut. Ein besonderes Lob wurde beim VfL Patrick Ottiger zuteil. Der war extra zum Rückspiel 300 Kilometer weit aus seinem Urlaub angereist. HANS KÜRZL

Die Statistik zum Spiel

GeltendorfWetzel Beyer, Auer, Deggendorfer, Kalkschmidt, Seemüller, Lachmayr, Grätz, Klimasheuski, Böhm, Sell (weiter eingesetzt: Hörmann. Korndörfer) EgenburgSzczepurek, S. Naßl, Hofner, Völz, Meisl, C. Naßl, Karl, Santalla, Ottiger, Hainzinger, Belz (weiter eingesetzt: Kube, M. Naßl, Scheiblhuber) Schiedsrichter Johannes Rotter (Erpfting) Tore 0:1 Hainzinger (54.), 0:2 Santalla (77.), 0:3 Kube (83., Foulelfmeter, 83.) Gelbe Karten Klimasheuski, Kube Rote Karte Seemüller (82., Notbremse) Zuschauer350.

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